Hüffler liegt im Bledesbachtal (volkstümlich auch “Saubeerdal” genannt) entlang der Landstraße 360. Es ist als Straßendorf anzusehen. Die Höhe der Talsohle beträgt 310 m. Das Gelände steigt auf beiden Seiten des Ortes etwas an. Die höchste Anhöhe ist der Dillmeßrech mit 390 m. Die Anhöhe wird am höchsten Punkt von der Autobahn A 62 durchschnitten
 
Ältester Zeuge der Geschichte ist die so genannte „Römerstraße“, die eine Breite von bis zu 12 Meter hatte und auf den Anhöhen östlich des Ortes in etwa 400 m verläuft. Beim Autobahnbau wurden römische Grabfunde gemacht. Im Grabungsgebiet auf der Gewanne „Heidenhübel“ wurden Gruben von runder, trichterähnlicher Gestalt, gefüllt mit Asche, Steinen usw. entdeckt, die als Wohnplätze von Menschen aus der jüngeren Steinzeit angesehen werden. Kelten und später auch Römer dürften die ersten Siedler gewesen sein. Im Jahre 1930 wurden 5 Hünengräber mit Grabbeigaben aus der Vorrömerzeit freigelegt.
 
Der Name Hüffler dürfte sich aus einer unter der Regentschaft des Klosters Remigius in den Jahren 600 – 800 entstandenen „Hube“ oder „Hufe“ ableiten. Ersichtlich sind Ableitungen in alten Pfalzkarten und sonstigen Unterlagen aus den Namen „Hubersweiler, Hifflen, Hefflers und Hifflers“.
 
Unter einer „Hube“ oder „Hufe“ verstand man bäuerliche Siedlungsstellen, zusammengesetzt aus dem bewirtschafteten Ackerland und dem dazu gehörenden Bauernhof. Solche Anlagen waren Pachthöfe, die wie das ganze Gebiet zum Klosterbezirk Remigius gehörten.
 
Erst im Jahre 1127 haben die Reimser Mönche auf dem nahen Remigiusberg bei Kusel eine Benediktinerprobstei errichtet, wodurch der Remigiusberg zum kirchlichen Mittelpunkt des gesamten Remigiuslandes wurde.
 
Von ihrem Ertrag mussten die Siedler Abgaben leisten. Diese „Steuern“ nannte man den „Zehnten“. Er bezog sich auf den landwirtschaftlichen Ertrag, z.B. die Ernte und den Viehbestand.
 
Während die „Hube“ oder „Hufe“ zunächst einzelbewirtschaftete Flächen waren, änderten sich die Verhältnisse zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Aus den früheren einzelnen bäuerlichen Anwesen wurden mehrere Gutshöfe, d.h. die Einwohnerzahl wuchs. Der Ort Hüffler entstand. Die Schreibweise war jedoch noch anders ( Hiffelers, Hifflers, Hüfler). Seit Anfang des 19. Jahrhunderts (1837) besteht die heutige Schreibweise.
 
Der Name „Hüffler“ wurde im Kopialbuch (Buch für Abschriften von Urkunden) des Klosters Remigiusberg im Jahre 1305 erstmals urkundlich erwähnt.
 
Ein Bürger mit dem Namen „Konradi“ aus Hüffler wird als Schöffe in einem Vertrag, den ein Ritter vom Hof Wadenau (Dennweiler-Frohnbach) zugunsten der Probstei Remigius abgeschlossen hatte, als Zeuge genannt.
 
Vor dem 30jährigen Krieg (1618 – 1648) lag zwischen Hüffler und Wahnwegen noch ein weiterer Ort: Rindsweiler. Ein heutiges Neubaugebiet „Am Rindschweiler Berg“ deutet auf diese Ansiedelung hin.
 
1609 hatte Rindsweiler 83 Einwohner.
 
Nach dem 30jährigen Krieg standen beide Dörfer „Hüffler“ und „Rindsweiler“ leer. Die Bewohner waren vor den Soldaten geflüchtet und kehrten teilweise erst nach 20 Jahren wieder zurück. Rindsweiler wurde nach dieser Zeit nicht mehr aufgebaut.
 
Lange gehörte Hüffler zum Remigiusland. Später (1065 – 1444) kam es über die Veldenzer Herrschaft zum Herzogtum Zweibrücken (1444 –1797).
 
Die Grafen von Veldenz erbauten um 1214 in der Nähe von Kusel die Burg Lichtenberg und übten von daher ihre Macht aus. Etwa im Jahr 1444 wird die Region um Kusel ( wozu auch natürlich Hüffler gehörte) zweibrückisch, da die Veldenzer Linie (Grafschaft) im Mannestamm ausstarb. Die Burg Lichtenberg wurde Sitz des Oberamtes, was eine damalige Verwaltungsbezeichnung war. Diese Struktur dürfte etwa bis zum Jahre 1758 gehalten haben, denn dann wurde der Sitz des Oberamtes von der Burg in die Stadt Kusel verlegt.
 
Von 1798 bis 1815 bzw. 1818 stand die ganze Pfalz (kaiserreich Napoleons) unter französischer Verwaltung und gehörte zum Department Sarre. Am 1. April 1818 wurde in Kusel als Ergebnis des Wiener Kongresses ein Landkommissariat im bayrischen Rheinkreis (Pfalz) gebildet. Dies war die sogenannte Geburtsstunde des Landkreises Kusel, dem der Ort Hüffler seither immer angehörte. Als kleinere Verwaltungseinheiten wurden Gemeindeverwaltungen und Bürgermeisterämter für mehrere kleinere räumlich zusammenliegende Orte gebildet. So gehörte z.B. Hüffler zur Bürgermeisterei Quirnbach bis zum Jahre 1972, als durch eine Verwaltungsreform im Lande Rheinland-Pfalz die Verbandsgemeindeverwaltungen als größere Verwaltungseinheiten geschaffen wurden und Hüffler der neu gebildeten Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler zugeteilt wurde.
 
Als am Ende des 18.Jahrhunderts die Franzosen die Pfalz eroberten, kam Hüffler 1801 zu Frankreich. Die Schürfrechte ermöglichten an Abbau von Steinkohle in 2 Kohlegruben: „Am Berg“ und „Auf der Hube“.
 
Das Flöz von etwa 30 cm Stärke zählt erdgeschichtlich zu den Kuseler Schichten. Die Kohle dürfte durch den hohen Wassergehalt keine Qualitätskohle gewesen sein.
 
Aus alten Unterlagen geht auch hervor, dass bis 1879 in Hüffler eine Brauerei namens „Hornung“ in Betrieb war. Beim Bau des Schulhauses im Jahre 1963 stieß man auf einen in Sandstein gehauenen Bierkeller.
 
1912 wurde mit dem Abbau von Hartsteinen im Steinbruch am Isack angefangen, der bis in die 50er Jahre betrieben wurde. Es handelte sich um große, geschlossene Intrusivkörper des Melaphyrs, die bedeckt waren mit Ablagerungsgesteinen, die aus Sandsteinen, Schieferton und Kohlenschiefer bestehen. Dieser Melaphyrpilz, der bis nahe an die Oberfläche reicht, ist nur einmal auf der Gemarkung Hüffler zu finden. In einem Ring von 200-300 Metern um den Intrusivkörper befanden sich früher noch Sandsteinbrüche. Sie zeigen, dass die heißen Magmamassen nur hier in diesem Gebiet so hoch aufgedrungen sind und in der näheren Umgebung in tieferen Schichten ruhen. Die Entstehung dieser Intrusion ist erdgeschichtlich noch nicht festgestellt worden. Sie ist jedenfalls jünger als die Erdschichten, in die sie in schmelzflüssigem Zustand eingedrungen ist. Das Alter der umliegenden Rotliegenden Schichten beträgt rund 240 Millionen Jahre.
 
Die geologische Formation zählt zu den Kuseler Schichten, die im tiefsten Perm entstanden sind. In dem raschen Wechsel von Sandsteinen, Ton und Konglomeraten sind Arkosien eingelagert. Es sind verwitterte Feldspäte, die sich im Sandstein als bräunliche Flecken zeigen.

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